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gut ausgebildete Mitarbeiter in unserer Produktion
komplexe Drehteile für die Hydraulik

Erfolgreiche Prüfung zum Polymechaniker EFZ

Ramon Jenzer schliesst seine Ausbildung zum Polymechaniker EFZ erfolgreich ab. Er ist nun bereit, komplexe Drehteile selbständig zu programmieren und den CNC-Drehautomaten für die Fertigung einzurichten. Herzliche Gratulation dazu, wir sind stolz auf dich.

Die vier jährige Lehre zum Polymechaniker ist vielseitig, das Programmieren eines CNC-Drehautomaten sowie das Einfahren von Neuteilen sind das grosse Ziel. Ramon Jenzer hat dieses Ziel erreicht. Er kam als Jugendlicher direkt aus der Schule, vier Jahre später erhält er bei uns eine Festanstellung als ausgelernter Berufsmann. Seine Beweggründe zu dieser Lehre und wie sich die Ausbildung anfühlt, dazu stellten wir Ramon einige Fragen:

Einstieg & Motivation

Wie bist du auf den Beruf des Polymechanikers aufmerksam geworden?

  • Ich bin durch Berufsmessen, wie zum Beispiel die BAM oder Swiss Skills, auf den Beruf des Polymechanikers EFZ aufmerksam geworden. Zusätzlich habe ich mich auch im Internet informiert und dabei festgestellt, dass mich dieser Beruf sehr interessiert.

Was hat dich an dieser Lehre besonders interessiert?

  • Mich fasziniert, dass man sehr präzise arbeiten muss und am Ende sieht, was man hergestellt hat. Besonders die Arbeit an CNC-Drehautomaten und das Programmieren von diesen begeistern mich.

Warum hast du dich für die moser-ingold ag entschieden?

  • Weil ich bei der Schnupperlehre einen super Eindruck von der Firma bekommen habe. Das Team ist sehr freundlich und mir hat das CNC-Drehen besonders gefallen.


Die Lehre selbst

Was waren deine spannendsten Aufgaben während der Lehre?

  • Das Programmieren und Einrichten der CNC-Maschinen sowie das Fertigen von komplexen Drehteilen.

Gab es ein Projekt, auf das du besonders stolz bist?

  • Ja, ich bin besonders stolz auf meine Abschlussprüfung als Polymechaniker EFZ. Dabei durfte ich vier verschiedene Drehoperationen einrichten, darunter auch eine Hartdreh-Operation. Zusätzlich habe ich an CNC-Drehautomaten gearbeitet, bei dem ich den Laderoboter selbstständig in Betrieb genommen habe.
  • Ein weiterer Teil des Projekts war das Erstellen der kompletten Fertigungsunterlagen für ein Drehteil zu einer Offerte. Dazu gehörte die Berechnung der Bearbeitungszeit, die Festlegung des Arbeitsablaufs, die Bestimmung der Erststückkosten sowie das Schreiben des CNC-Programms.
  • Alle diese Arbeiten habe ich dokumentiert und am Schluss in einer Präsentation vorgestellt. Das gesamte Projekt ist sehr gut angekommen, und ich bin stolz darauf, dass ich diese Prüfung so erfolgreich meistern konnte.

Wie sah dein Arbeitsalltag während der Lehre aus?

  • Mein Arbeitsalltag hat sich je nach Lehrjahr verändert.
  • Im 1. Lehrjahr habe ich mit den überbetrieblichen Kursen gestartet, wo ich die Grundlagen des konventionellen Drehens, Bohrens, Fräsens, Schleifens sowie das Feilen und Sägen von Hand gelernt habe. Nach den Kursen war ich wieder intern bei der moser-ingold ag in der Abteilung Qualitätsprüfung tätig. Dort habe ich die Messmittel kennengelernt, diese für die Serienproduktion vorbereitet und auch Erststückprüfungen durchgeführt.
  • Anschliessend war ich vor den nächsten überbetrieblichen Kursen in der Abteilung Mechanik, wo ich erste Erfahrungen in der Serienproduktion an CNC-Drehautomaten sammeln konnte.
  • Im 2. Lehrjahr wurde ich nach den überbetrieblichen Kursen in der Abteilung Décolletage eingesetzt, wo Drehteile direkt ab Stange gedreht und gefräst werden. Dort habe ich viele CNC-Maschinen eingerichtet und auch die Überwachung der Maschinen übernommen.
  • Im 3. Lehrjahr ging es zurück in die Abteilung Mechanik, wo ich CNC-Programme erstellt, CNC-Maschinen eingerichtet und erste komplexe Drehteile produziert habe.
  • Gegen Ende des 4. Lehrjahres standen vor allem die praktischen Arbeiten im Vordergrund, bei denen ich das erlernte Wissen anwenden und vertiefen konnte.

Was hast du in der Berufsschule gelernt, das dir im Betrieb geholfen hat?

  • Vor allem das technische Zeichnen und die Grundlagen der Fertigungstechnik haben mir im Betrieb sehr geholfen.


Herausforderungen & Erfolge

Was war die grösste Herausforderung während deiner Ausbildung – und wie hast du sie gemeistert?

  • Die grösste Herausforderung war für mich am Anfang das Verstehen vom CNC-Programm, weil es sehr komplex ist. Ich habe aber immer nachgefragt, und dann wurde mit der Zeit alles logisch und ich bekam immer wie mehr den Durchblick. Die Unterstützung vom Team hat mir dabei sehr geholfen.

Gab es einen Moment, in dem du richtig gemerkt hast: „Jetzt kann ich das!“

  • Ja, als ich zum ersten Mal ein Werkstück komplett selbst programmiert und gefertigt habe ohne Fehler und mit sehr guter Qualität.

Wie hast du dich über die vier Jahre persönlich weiterentwickelt?

  • Ich bin selbstständiger, geduldiger und verantwortungsbewusster geworden. Früher habe ich schneller aufgegeben und direkt nach Hilfe gefragt, heute suche ich nach Lösungen und bleibe dran.


Tipps für zukünftige Lernende

Was sollte man mitbringen, wenn man Polymechaniker oder Polymechanikerin werden will?

  • Handwerkliches Geschick, Interesse an Technik und Maschinen, Geduld, Genauigkeit und eine gewisse Ausdauer.

Was würdest du Jugendlichen raten, die sich für diesen Beruf interessieren?

  • Unbedingt mehrere Schnupperlehren machen! So merkt man schnell, ob einem der Beruf gefällt.

Was hätte dir bei der Berufswahl geholfen, das du heute weisst?

  • Für mich persönlich hat alles gepasst, ich war mit meiner Berufswahl zufrieden. Trotzdem habe ich von anderen gehört, dass es sehr hilfreich sein kann, mehrere Berufe genauer kennenzulernen, bevor man sich entscheidet. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, vor der Berufswahl mehrere Schnupperlehren zu machen und früh den Austausch mit Lernenden oder Berufsleuten zu suchen, um den Berufsalltag besser einschätzen zu können.


Blick in die Zukunft

Wie geht es jetzt für dich weiter?

  • Ich arbeite jetzt weiterhin in der Firma und sammle weitere Berufserfahrung. Anfang Januar 2026 werde ich dann die Rekrutenschule absolvieren.

Welche Ziele hast du für die nächsten Jahre?

  • Nach der Rekrutenschule möchte ich mich gerne weiterbilden und mein Fachwissen vertiefen. Mein Ziel ist es, später auch mehr Verantwortung zu übernehmen, sei es im Bereich CNC-Technik oder in einer anderen Funktion.


Vom Lehrbetrieb

Die moser-ingold ag, und speziell die Ausbildner, sind sehr stolz darauf, einen so sympathischen und motivierten jungen Mann durch die Berufslehre zum ausgelernten Polymechaniker EFZ begleiten zu dürfen. Wir gratulieren Ramon von Herzen zur erfolgreich bestandenen Prüfung als Polymechaniker EFZ. Besonders freut uns, dass Ramon Jenzer über die Lehre hinaus bei uns arbeiten will und wir weiterhin auf sein fundiertes Wissen bei der Bearbeitung und Programmierung von komplexen CNC-Drehteilen zählen dürfen.

Ihr Autor

Patrik Beck
Verkauf und Marketing (de/fr/en) Tel. 062 956 20 33 patrik.beck@moser-ingold.ch